Betriebe
HWK Dortmund

Betriebsbestand

Infos zur Entwicklung der Gewerke

Der Kammerbezirk umfasst mit Dortmund und Lünen, Hagen, Hellweg-Lippe, Herne sowie Ruhr fünf Kreishandwerkerschaften.

Der Gesamtunternehmensbestand ist im Jahr 2018 mit einem Minus von 4 auf nun 19.679 Unternehmen nahezu konstant geblieben. Rückgänge bei den zulassungspflichtigen Handwerken (-59 Betriebe bzw. -0,5%) sowie den handwerksähnlichen Gewerben (-68/-1,7%) wurden durch erneute Zuwächse bei den zulassungsfreien Handwerksbetrieben (+123/+2,8%) nahezu kompensiert.

Die Entwicklung in den zulassungspflichtigen Bau- und Ausbaugewerken verlief uneinheitlich. Die gesamte Gruppe hat – ungeachtet der hohen Nachfrage – 23 Betriebe verloren (-0,7%, Endbestand: 3.053). Dabei haben die Straßenbauer als einziges Handwerk in dieser Gruppe gegen den Trend Betriebe hinzugewonnen, nämlich 7 auf jetzt 211 (+3,4%). Die deutlichsten Verluste zu verzeichnen hatten die Stuckateure (-8/-5,7%), die Dachdecker (-6/-1,2%) und die Maler- und Lackierer (-11/-1,1%).

Der rasante Rückgang der Zahl der Metallbauer scheint vorerst gestoppt. Nachdem seit 2006 ihre Zahl um 115 von 595 auf 480 (-19,3%) zurückgegangen war, war im vergangenen Jahr ein Zuwachs von einem Betrieb zu verzeichnen.
Fleischereien hingegen sind unverändert auf dem Rückzug. Auch in 2018 war ein deutlicher Rückgang von 176 auf 165 Betriebe (-6,3%) zu beobachten.

Der Rekord-Sommer 2018 hat wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass die Zahl der Rollladen- und Sonnenschutztechniker im Kammerbezirk um 7 auf nun 69 (+11,3%) gestiegen ist. Andere Entwicklungen im Bereich der B1- und B2-Gewerke sind eine Fortsetzung der letzten Jahre: Fotografen mit einem Plus von 56 auf 543 (+11,5%) sowie Gebäudereiniger mit einem Zuwachs von 70 auf 838 (+9,1%) haben maßgeblich zum Anstieg der Betriebszahl in den zulassungsfreien Handwerken beigetragen. Die Kosmetikbetriebe haben mit nun 1.005 Betrieben (+10/+1,0%) erneut hinzugewonnen, der Anstieg hat sich aber deutlich verlangsamt.

Die regionale Betrachtung zeigt eine überdurchschnittlich gute Entwicklung in Herne (+27 auf nun 1.219 Betriebe, +2,3%) sowie in Dortmund (+38 auf 4.222, +0,9%). Am anderen Ende steht der Kreis Unna mit einem Minus von 34 Betrieben (Endbestand: 2.925/ -1,1%).

Die Zahl der Existenzgründungen (Neugründungen und Betriebsübernahmen) lag dabei – bedingt hauptsächlich durch die überaus positive wirtschaftliche Lage – mit 1.612 auf dem niedrigsten Stand seit der letzten HwO-Novelle im Jahr 2004. Gründungen durch Frauen haben mit einem Anteil von 30,4% einen Höchststand erreicht. Besonders hoch ist ihr Anteil mit 40,3% in den handwerksähnlichen Gewerben. In den zulassungspflichtigen Handwerken ist der Anteil deutlich auf 32,5% gestiegen. Dies ist der höchste Wert der vergangenen 10 Jahre, ebenso wie der Anteil ausländischer Gründer, der 2018 bei 26,5% lag.
 



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Lothar Kauch

Lothar Kauch
Abteilungsleiter Handwerksrolle, Gewerberecht, Beiträge

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