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Rechts-Tipp: Vereinbarungen bei Materialpreissteigerungen

Das Justiziariat der Handwerkskammer Dortmund empfiehlt Handwerksbetrieben, was sie bei Vertragsschlüssen beachten sollten.

Trotz voller Auftragsbücher werden die Bau- und Ausbauhandwerke derzeit wegen Baustoffmangels und stark gestiegener Rohstoffpreise ausgebremst. Immer mehr Betrieben geht schlichtweg das Material aus. Ob Holz, Dämmstoffe oder Stahl – derzeit sind sie absolute Mangelware und obendrein deutlich teurer. Verbindliche Planungen sind schier unmöglich. Immer mehr Betriebe in der Region rechnen damit, Aufträge nicht wie geplant abarbeiten zu können und deshalb möglicherweise sogar Kurzarbeit anmelden zu müssen. Unterbrechungen von Lieferketten, Produktionsausfälle oder vermehrte Bestellungen anderer Bereiche führen teilweise sehr kurzfristig zu stark ausfallenden Preisschwankungen.

Henrik Himpe, Stv. Hauptgeschäftsführer HWK Dortmund
HWK Dortmund
Henrik Himpe, Stv. Hauptgeschäftsführer HWK Dortmund

„Bei Handwerksbetrieben, die in ihren Angeboten und Verträgen Preise festgelegt haben und vertraglich gegenüber ihrem Auftraggeber daran gebunden sind, kann dies insbesondere bei längerfristigen Projekten zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen führen“, weiß Henrik Himpe, Stv. Hauptgeschäftsführer und Justiziar der Handwerkskammer Dortmund. Er empfiehlt den Handwerksbetrieben, möglichst frühzeitig das Gespräch mit Kunden zu führen und Kompromisse zu finden. Bevor der Vertrag geschlossen wird, sollten sich Betriebe Materialpreise vom Händler zusichern lassen und Angebote auf jeden Fall befristen. Unverbindliche Angebote sollten gerade gegenüber Verbraucher*innen deutlich als solche gekennzeichnet werden.

Der Rechtsbereich der Handwerkskammer Dortmund hat eine spezielle Serviceseite im Internet veröffentlicht. Dort werden viele Fragen rund um diese Problematik beantwortet. Hier werden beispielsweise Punkte genannt, die Betriebe bereits bei Vertragsabschluss beachten können.

Eine Möglichkeit zur Absicherung des Unternehmers kann insbesondere bei längerfristigen Bauvorhaben eine Preisanpassungsklausel sein.

Die Serviceseite mit Informationen, wie mit Kunden Materialpreis-steigerungen vertraglich vereinbart werden können, finden Sie hier

Einen Vertragsentwurf zur Preisanpassung finden Sie hier

Bitte beachten Sie, dass der Vertragsentwurf nur als grundlegende Formulierung gedacht ist und die konkreten Regelungen zur Preisanpassung für jeden Vertrag individuell mit dem Kunden ausgehandelt und angepasst werden müssen. Dies ist vor allem abhängig vom jeweils eingesetzten Material. Eine rechtliche Beratung wird durch das Muster nicht ersetzt.

Sollte es doch einmal zu Streitigkeiten zwischen Betrieb und Kunde kommen, kann die Bauschlichtungsstelle der Handwerkskammer Dortmund oftmals schneller, kostengünstiger und unbürokratischer weiterhelfen, als bei einem langwierigen Gerichtsverfahren.

Vivien Gravenstein
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Tel. +49(231)5493-302
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Raasch, Sonja

Sonja Raasch

Redakteurin

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